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Pollenallergie & Heuschnupfen bei Katzen

Pollenallergie und Heuschnupfen bei Katzen

Eine Pollenallergie kann auch Katzen treffen – egal ob Freigänger oder Wohnungskatze. Wie sich Heuschnupfen bei Katzen äußert, erfahren Sie hier.

Mit dem Frühjahr beginnt der Pollenflug. Nicht nur viele Menschen, sondern auch einige Katzen reagieren auf die Pollen allergisch.

Ursachen von Heuschnupfen

Dabei werden an sich harmlose Stoffe vom Immunsystem als bedrohlich eingestuft und entsprechende Abwehrmechanismen eingeleitet, die als allergische Reaktion bezeichnet werden.

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Vor allem im Frühling kommt es zu Heuschnupfen.

Symptome von Heuschnupfen

Heuschnupfen zeigt sich bei Katzen anders als beim Menschen. Meist kommt es zu einer atopischen Dermatitis, also zu allergischen Hautentzündungen, wenn die Katze unter einer Pollenallergie leidet.

Diese Hautreaktionen lösen starken Juckreiz aus. An den betroffenen Stellen beleckt sich die Katze intensiv, vor allem im Gesicht, an den Gliedmaßen und am Bauch. Dadurch wird die Hautbarriere geschädigt: Es kommt zu Haarausfall, Entzündungen und Krustenbildung.

Die Beschwerden treten bei einer Pollenallergie saisonal auf. Die Veranlagung für eine solche Allergie wird größtenteils vererbt.

Tränende Augen, häufiges Niesen und eine laufende Nase sind bei Katzen kein Hinweis für eine Pollenallergie! Lassen Sie diese Symptome von einem Tierarzt untersuchen.

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Heuschnupfen macht sich durch Juckreiz bemerkbar.

Allergie führt zu Asthma

Katzen sind die einzigen Tiere, die – ähnlich wie der Mensch – an allergischem Asthma leiden können. Bei Asthma lösen Allergene, wie Pollen, eine Reaktion des Immunsystem aus, bei der sich die Bronchien krampfhaft zusammenziehen.

Es kommt zu vermehrter SchleimbildungHusten sowie akuter Atemnot. Genau wie beim Menschen ist das allergische Asthma bei Katzen eine chronische Erkrankung, die lebenslangen therapiert werden muss.

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Husten und Atemnot sind die Folge von Asthma.

Therapie von Heuschnupfen

Zunächst muss der Tierarzt alle anderen Ursachen für Juckreiz (Parasitenbefall) beziehungsweise Atemwegsbeschwerden (Bronchitis, Lungenentzündung) ausschließen, um zu bestätigen, dass es sich um eine Pollenallergie handelt.

Die Suche nach dem auslösenden Allergen erfordert viel Detektivarbeit, ist zeit- und kostenintensiv. Mit einer Blutuntersuchung wird die Sensibilisierung der Katze gegen bestimmte Allergengruppen gemessen. Im Anschluss erfolgt meist ein Einzelallergennachweis.

Bei Heuschnupfen ist es nicht so einfach, die Katze von den Allergenen fernzuhalten. Der Tierarzt wird deswegen in den meisten Fällen die Symptome, also die Hautentzündungen, behandeln. Das tut er beispielsweise mit Kortison, um den Juckreiz zu lindern.

Möglich ist auch eine sogenannte allergenspezifische Immuntherapie oder Hyposensibilisierung: Dabei werden der Katze kleinste Mengen des Allergens in festgelegten Intervallen injiziert und die Dosis langsam gesteigert, damit sich der Körper daran gewöhnen kann.

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Der Tierarzt muss herausfinden, worauf die Katze allergisch reagiert.

Die 3 besten Behandlungsmethoden

Leidet die Katze unter Heuschnupfen, können diese drei Behandlungsmethoden die Symptome lindern.

Möglichst wenig Kontakt zum auslösenden Allergen

  • Katze bei starkem Pollenflug nicht nach draußen lassen
  • lüften nur bei geringer Pollenflugkonzentration (Stadt: 19–24 Uhr, Land: 6-8 Uhr)
  • häufig Staubsaugen und Staub wischen mit feuchten Tüchern

Hypersensibilisierung durch den Tierarzt

  • allergieauslösender Stoff wird der Katze in geringen Mengen zugeführt
  • führt auf Dauer zu einer Hypersensibilisierung, sodass der Körper nicht mehr auf das Allergen reagiert
  • Injektionen können auch vom Katzenhalter gegeben werden

Medikamente gegen Pollenallergie bei Katzen

  • In Rücksprache mit dem Tierarzt können Kortison und Antihistaminika die Symptome der Katze lindern
Achtung: Menschliche Heuschnupfen-Medikamente dürfen der Katze niemals verabreicht werden!

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Bei starkem Pollenflug sollte die Katze drinnen bleiben. 

Gefährliche Pollen

Die Pollen mancher Pflanzen lösen bei Katzen besonders häufig Heuschnupfen aus. Welche dazu gehören, haben wir alphabetisch aufgelistet.

Ambrosia

  • Geringe Belastung: Mitte Juni bis Anfang August; Ende September bis Ende Oktober
  • Mittlere Belastung: Mitte August; Mitte bis Ende September
  • Starke Belastung: Mitte August bis Mitte September

Beifuß

  • Geringe Belastung: Mitte Juni bis Anfang August; Ende September bis Ende Oktober
  • Mittlere Belastung: Mitte August; Mitte bis Ende September
  • Starke Belastung: Mitte August bis Mitte September

Birke

  • Geringe Belastung: Anfang Februar bis Ende März; Anfang Juni bis Ende August
  • Mittlere Belastung: Ende März bis Mitte April; Ende April bis Anfang Juni
  • Starke Belastung: Mitte bis Ende April

Brennnessel

  • Geringe Belastung: Anfang April bis Mitte Mai; Ende September bis Ende November
  • Mittlere Belastung: Mitte Mai bis Ende Juni; Ende August bis Ende September
  • Starke Belastung: Ende Juni bis Ende August

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Die Pollen von Brennnesseln können Allergien auslösen. 

Buche

  • Geringe Belastung: Anfang bis Ende März; Ende Mai bis Mitte Juni
  • Mittlere Belastung: Anfang April; Ende April bis Mitte Mai
  • Starke Belastung: Mitte bis Ende April

Eiche

  • Geringe Belastung: Ende Januar bis Mitte April; Anfang Juni bis Mitte Juli
  • Mittlere Belastung: Mitte bis Ende April; Mitte Mai bis Anfang Juni

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